Tests

Teile, die wir selbst getestet haben oder Berichte über Tests veröffentlichen wir hier. Diese Rubrik lebt vom Mitmachen. Wer also etwas beizutragen hat, kann sich gerne bei uns melden.

Bremsen

Avid Shorty 4 Cantilever-Bremse

Der erste Eindruck

Die für eine einfache Bremse recht große, weiße Verpackung macht einen vielversprechenden Eindruck.

Nach dem Auspacken geben die Bremsen in ihrem matten Schwarz und die sehr gewöhnlichen schwarzen Querseile dann aber erstmal doch einen vergleichsweise nüchterneres Bild.

Doch es fällt auch auf, dass die massigen Körper sehr solide verarbeitet sind - die Feder ist schön in den Körper eingearbeitet, die Stellschrauben für die Feden laufen perfekt im Gewinde und lassen sich genauestens einstellen; die Klemmschraube für das Bremsseil ist interessanterweise leicht schräg angebracht, ob das einen spürbaren praktischen nutzen bringen wird?
Auch insgesamt ist die Form der Bremskörper eher ungewöhnlich, in montiertem Zustand sehen sei zusammen ein wenig wie ein Schmetterling aus - oder wie das Batman-Zeichen!?

So wunderbar vorbereitete Bremsen lassen sich auch perfekt schnell und problemlos montieren. Das klingt selbstverständlich, ist aber leider nicht immer so. Die beiliegende Anleitung dürfte auch dem unerfahrenen Schrauber die richtigen Hinweise geben um die Bremse ohne Probleme zu installieren und einzustellen.

Bisher bin ich zwar optisch noch etwas irritiert, kann aber funktional erstmal nichts Negatives finden.

Die Installation

Installiert habe ich die Bremsen an einem BERNER Alurahmen (mit Vollcarbon-Gabel), selbstredend mit dem Gegenhalter aus selbem Hause.
Auch wenn ich sie nicht besonders mag, habe ich für den Test erst einmal die beiliegenden Ein-Klemmungs-Querseile benutzt und durfte feststellen, dass sie nicht korrekt abgelängt sind, so dass das gesamte System ein wenig schief hängt. Dies ist zwar nicht weiter schlimm, man kann es mit den starken und gut einstellbaren Federn perfekt ausgleichen, aber das Auge fährt ja auch mit...

Ich habe vorne den längsten und hinten den kürzesten Querzug montiert.

Die einstellbaren V-Brake Bremsschuhe ließen sich einfach und schnell zur Bremsflanke ausrichten. Zum Testen habe ich zurzeit Shimano WH500, Fulcrum Racing 7, Campagnolo Eurus, Mavic Reflex (silber) und Campa Proton Laufräder/Felgen zur Verfügung.

Die Langzeiteindrücke

Habe ich mich optisch irgendwann an die Avids gewöhnt - sie bieten kein ästhetisches Argument gegen MiniVs - so bin ich am Ende doch froh, bald wieder andere Bremsen am Rad zu haben.

Die Bremse hat einfach zu viele, wenn auch kleine Nachteile, die in der Addition einfach kein zufriedenstellendes Produkt ergeben.

Die Bremsbeläge sind zwar im trockenen klasse, können bei Nässe aber nicht überzeugen - auch nicht an der V-Brake meines Stadtrades, wo sie am Ende gelandet sind. Mit den Bewährten grünen Swissstop ist die Bremsleistung der Avids aber in Ordnung.

Ebenso problematisch ist der Querzug. Sie sind ohnehin von der Sorte, wie ich sie nicht besonders mag, da sie einem die seitliche Verstellung des Querzughalters nicht erlauben, doch obendrauf sind sie auch noch schief abgelängt. Und zwar nicht nur meine sechs beiliegenden, sondern alle, die ich bis jetzt in verschiedenen Fahrradgeschäften inspiziert habe. Dies ist zwar mit den Federn auszugleichen, doch nimmt es damit einiges an Spielraum zur Einstellung. Ich denke darauf ist auch mitunter zurückzuführen, dass ich mit diesen Bremsen keinen so guten Druckpunkt hinbekommen konnte, wie mít meinen zuvor installierten CR720 (vorne) und Cane Creek SCX5 (hinten).

Ausserdem noch problematisch war das Aushängen der Bremse bei eher enger Einstellung, da der Kopf des Zuges noch seitlich in einer Vertiefung gehalten wurde. Würde ich die Bremse längerfristig benutzen wollen, so hätte ich dort wohl mit einer Feile Abhilfe geschaffen.

Fazit

Obwohl die Bremse zu Anfang einen recht guten Eindruck macht und im Trockenen auch mit perfekter, sehr gut zu dosierender Bremsleistung aufwarten kann, sind es alles in allem schlicht zu viele Kleinigkeiten, die das Bild trüben und auf Dauer einfach den Spaß verderben. Hat man sie einmal am Rad, kann man mit Belägen und einer Feile Abhilfe schaffen - aber zum Kauf würde ich sie so nicht empfehlen wollen.

Herstellerlink: http://www.sram.com/de/avid/rimbrakes/index.php

Fotos, Text und Test: E. Nordmeyer

Erfahrungsbericht FRM Mini-V-Bremse

Montage: schnell, einfach 


Verarbeitung: Top
Sehr schön gelöst: die Pipe steht nicht so exponiert, wie bei den anderen Bremsen.
Eine Einstellschraube für den Bremszug lässt sich problemlos auf die vorhandene Pipe aufsetzen.

Toll
Ein- uns Aushängen, des Zuges ist möglich ohne an der Pipe zu drehen .
Die Klemmung des Zuges erfolgt solide über eine Madenschraube (auch als Ersatzteil erhältlich), der Zug wird solide geklemmt und splisst keineswegs auf. 
Angegeben ist die Bremse mit 80mm Schenkellänge. Ich komme bei jeder Messung auf 85mm - komisch.


Gewicht
128 Gramm, mit Pipe, Bremsschuhen, Befestigungsschrauben .Um auf dieses Gewicht zu kommen sind die Bremsschuh ausgefräst.Die Befestigung dieser erfolgt über die seit Jahren bewährten Titanbolzen und Alumuttern .Natürlich sind Carttridgebremsschuhe nach Shimanostandard verbaut.
Die Schenkel werden selbstverständlich mit Aluschrauben gesichert.
Gewicht ohne Bremsschuhe: 79-80 Gramm.
Erhältlich ist die Bremse in schwarz und rot.

Fahrbericht:
Der Druckpunkt ist deutlich differenzierter als bei der RX 5 - bei gleicher Bremsleistung.


Was fehlt?
Titanfedern, die Originalfedern wiegen 16 Gramm / 4 Stck. Da wären also 6-7 Gramm Ersparnis drin.
Als Wertmutstropfen bleibt der satte Preis.
Der Deutschland-Vertrieb von FRM versucht aber Titanfedern zu bekommen.


Was kommt noch?
Ein Fahrtest mit Umlenkrolle

Fahrbericht Tektro Mini-V mit 80mm Schenkellänge

Seit einiger Zeit gibt es von Tektro neben der RX5 noch eine Mini-V mit 80mm Schenkellänge. Es gibt sie in silber und in schwarz. Ich habe die schwarze Version ausprobiert und wollte meine Erfahrungen nach 4 Wochen, mit zwei Gelände-Rennen, zwei Straßenrennen und einigen Trainingskilometern schon einmal zum Besten geben.

Preis: 37,-

Gewicht: 368g inkl. Schrauben für vorne und hinten (mit nicht verstellbaren Pipes).

Bezugsquelle: Ich habe sie zum Testen von www.crossladen.de zur Verfügung gestellt bekommen.

Montage: wäre schnell und einfach gewesen, hätte mein Rahmen nicht etwas zuviel Lack auf dem Cantisockel gehabt, ich habe aber gleich die normalen Pipes gegen verstellbare Pipes getauscht.

Verarbeitung: die hat bei mir gemischte Gefühle ausgelöst. Die Buchsen sind hinten Kunststoff. Damit ist sie deutlich empfindlicher gegen Lack auf dem Cantisockel als z.B. die RX5, die ich vorher gefahren bin. Wie sich der Kunststoff auf die Dauerhaltbarkeit auswirkt, kann ich noch nicht sagen. Leider sind auch keine Cantridge-Beläge dabei sondern Billigstbeläge. Die Oberfläche der Bremsarme ist relativ empfindlich gegen Kratzer.

Fahrbericht: Bremst in jeder Lebenslage - Nass, trocken - auf der Straße und im Gelände. Vor allem hinten hat sich der Druckpunkt deutlich verbessert. Außerdem ist der Abstand Felge-Bremse etwas höher, so das Dreck auf der Felge nicht gleich zum Schleifen führt - wenn man z.B. direkt aus dem Wasser quer über den Strand fährt. Die Qualität der Beläge behindert die Bremswirkung nicht. Wenn die Beläge runter sind, werde ich sie nochmal mit Cartridge mit KoolStop-Belägen testen. Durch die geringere Schenkellänge habe ich mit einem aufgezogenen GP4000 1,8cm, mit aufgezogenem CX Pro 1,4cm Platz bis zum Bremszug bzw. Pipe. Das sollte auch bei ordentlich Matsch genug Reifenfreiheit bedeuten.

Fazit: Bremst besser als die RX5, die Verarbeitung wirkt aber nicht besonders hochwertig. Da sie genauso viel kostet wie die RX5 stimmt hier das Verhältnis nicht so ganz. Unglücklich finde ich die Wahl von Kreuzschlitzschrauben für die Einstellung der Bremsarme. Bisher hatte für alle Einstellungen am Rad ein Inbusschlüsselsatz ausgereicht. Auch die Originalschrauben, für die Cantisockel haben gewichtstechnisch großes Optimierungspotential.

aegluke für CX-Sport

Erfahrungsbericht Crossrad für Frauen

Als Reaktion auf den Beitrag "Das Crossrad für Frauen" haben wir von radamazone aus dem CX-Sport-Forum folgenden Erfahrungsbericht bekommen. Vielen Dank für den Beitrag:

Hallo liebe Cross Gemeinde,

wollte einfach mal meine Erfahrungen in Sachen Cross zum oben gesagten dazupacken.

Ich habe 2007 mit dem Crossen im fortgeschrittenen Alter von 43 Jahren angefangen. Natürlich muß ich dazu sagen dass ich vorher und auch jetzt noch Rennrad und MTB (kaum noch - da stört mich die Federgabel...) fahre.

Das schwierigste für mich war einen entsprechenden Rahmen zu finden. D.h. nicht die Rahmenhöhe war das Problem, sondern die Oberrohrlänge. Bin 163cm klein und konnte schließlich ein 44er KOCMO Rahmen mit einem 50er Oberrohr ergattern der wohl auf mich gewartet hat ;-) Aufgebaut mit einem 42cm breiten Lenker, Kurbel 46/34, Übersetzung hinten 12-27. Das KOCMO ist ein sehr robustes und pflegeleichtes Rad, bestens geeignet fürs Crossen. Sieht "Titan sei Dank" immer gut aus und ist schön leicht (7,3kg). Das ist wohl auch eines der wichtigsten Kriterien. Was stört ist dass beim Tragen der Sattel immer hinten gegen den Kopf stößt - aber das liegt wohl an der Größe ;-)

Inzwischen habe ich mir noch ein Ridley Crossbow, auch 44er Rahmenhöhe mit Python Carbongabel zugelegt. Auch diese Rad paßt für mich wunderbar und hat jetzt weniger Spacer als mein KOCMO und ich muß sagen es fährt sich super. Viel steifer als das KOCMO - anders eben. Schöner ist hier das abgeflachte Oberrohr, so trägt es sich angenehmer. Gewichtsmäßig - bedingt durch die leichtere Carbongabel - sind die beiden etwa gleich auf. Der Rahmen selbst wiegt bei Ridley mehr.

Im Training fahre ich meist den Challenge Grifo Cross open oder den Schwalbe Racing Ralph mit klassisch eingespeichten Laufrädern (Mavic Open Pro / ONYX). Im Wettkampf dann den Easton EA70 X Laufradsatz mit 32er Challenge Grifo tubular.

DM 2009 in Strullendorf - Foto: Alexander Halamek

Bremsenmäßig hatte ich zuerst die Shimano BR-550, die taugten mir aber nicht so sehr wegen der schwachen Bremskraft. Nun habe ich die Tektro CR 720 und bin damit zufrieden. Für meinen Mann habe ich bei Elmar die FRM Mini-V bestellt, habs mal ausprobiert, feine Bremsleistung holla!! Aber nicht fein genug zu dosieren, blockiert m.E. leicht, deshalb für einen Wettkampf nicht so sehr geeignet. Aber sonst zu empfehlen. Ansonsten nutze ich Zusatzbremshebel, auf diese möchte ich nicht verzichten!

Fazit: Crossen macht ungemein Spaß - sogar auf Singletrails! Es ist zwar am Anfang ein etwas unsichereres Gefühl gegenüber dem MTB - grad auch wegen den Bremsen, aber das verliert sich mit der Zeit. Wenn ich ab und an zu den MTB-Ausfahrten mit dem Crosser erscheine werde ich ungläubig angeschaut und auf mein "falsches Rad" hingewiesen, aber wenn ich dann zuerst oben bin (sogar vor einigen Männern) sagt keiner mehr was. Ein Crosser ist eben schneller oben weil er leichter ist :-))

Mein MTB steht jetzt meist im Keller!

Liebe Mädels steigt um aufs Crossen - es macht einfach Laune!!

Kompletträder

Crosser-Test Bergamont Dolce CX

Für 2010 bietet die Hamburger Firma Bergamont, mit dem Dolce CX, erstmals einen Crosser an.
Schon auf  den ersten Blick ein tolles Rad, mit vielen sinnvollen Details wie querovalem Oberrohr, verstärkten Jagwirehüllen, Flaschenhalterösen oder Zusatzbremshebeln.

Zu gefallen wissen die dezent angebrachten Schutzblechösen, die das Rad alltagstauglich machen, ebenso wie die crosstypische Übersetzung von 36-46. Der Hinterbau erlaubt die Montage von Reifen bis 45 mm Breite, dann schleift aber nicht etwa der Reifen an den Streben, sondern am Zug des Umwerfers und dessen Rolle: dies ließe sich mit einem Speenadapter (Speen ist in den kommenden Wochen ein Extrathema) umgehen. Dann wären gar 50 mm breite Reifen möglich. Wahnsinn!

Interessanterweise gibt Vittoria für die Reifen mit Grifoprofil unterschiedliche Laufrichtungen an.  

Auffallend: die Bremsleistung der FSA-Bremsen, die mit Rennradbremsschuhen versehen waren, steigerte sich nach einigen Bremsmanövern deutlich - jedoch gibt es ein deutliches Gabelflattern. Tips und Möglichkeiten zur schnellen Eliminierung desselbigen findet ihr nächste Woche auf dieser Plattform.

Ausstattung : Shimano 105 Schaltanlage, Aksium-Laufradsatz, Truvativ GXP-Kurbel, Zusatzbremshebel.

Einziger Minuspunkt: für Cantilever älterer Bauart müsste das Widerlager der Hinterradbremse etwas höher angebracht sein.

Preis: € 1099,-

Fazit: grundsolides Rad ohne echte Schwächen. Bergamont zeigt wie man es macht.

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Pedale

CrankBrothers Eggbeater SL

Heute habe ich meine Eggbeater bekommen und habe sie natürlich gleich montiert.

Mit meinen alten PD-M515 von Shimano hatte ich schon eine Weile meine Probleme. Vor allem bei Matsch kam ich kaum ins Pedal, da die Pedale nach unten geschlossen sind und so der Dreck in der Bindung bleibt.

Also die Pedale ausgepackt - die Präsentation des Produkts in der Verpackung ist schon mal besser als bei den bei mir bisher untergekommenen Shimano-Pedalen. Aber das ist ja noch kein Kriterium für ein gutes Pedal.

Eggbeater

Die Verpackung enthält die Pedale selbst, zwei Sätze Schrauben für die Pedalplatten in unterschiedlichen Längen für unterschiedliche Schuhtypen und einen Satz Pedalplatten.

Außerdem ist ein Adapter für das Nachfetten der Pedale und eine Bedienungsanleitung mit dabei. Dort wird das Nachfetten als auch der Wechsel der Lager beschrieben und sieht in der Anleitung schon einmal ganz einfach aus.

Die Pedale habe ich dann kurz auf die Waage geworfen und inkl. Pedalplatten wiegen sie 154g. Das Pedal allein wiegt 134g - also nur 1g mehr als auf der Verpackung angegeben, was wohl am noch überschüssigen Fett im Pedal liegen dürfte, was sich nach der ersten Ausfahrt sicherlich noch verteilen bzw. verflüchtigen dürfte.

Eggbeater auf der Waage

Die Montage am Rad ist nicht sonderlich schwer, man muss nur auf das Links- und Rechtsgewinde achten. Auch das Montieren der Pedalplatten geht schnell von der Hand - das Feineinstellen am Schuh macht da schon etwas mehr Arbeit und erfordert Aufmerksamkeit, damit ich nach der ersten längeren Fahrt keine Knieprobleme habe.

Ein kurzer Test vor der Tür zeigte gleich die großen Vorteile der Pedale - ob vorwärts oder rückwärts, man kann sofort einklicken. Die Auslösehärte der Pedale ist relativ niedrig, aber sobald man mehr Kraft auf das Pedal ausübt, scheint es etwas “fester” zu werden.

Beim einrasten gibt es ein leises “Klick” zu hören, beim Lösen gibt es kein Geräusch, aber das hat mich bei der kurzen Runde nicht gestört, wie es sich in der Praxis macht, werde ich am Wochenende dann mal genauer ausprobieren.

Reifen

Ein wesentlicher Punkt - siehe Cross-ABC.

Fahrbericht Dugast Pipistrello Cotton

 

Was ich bisher sagen kann ist: 

mit dem 34 er Pipistrello-Cotton fahre ich so niedrige Luftdrücke wie noch nie. Ich fahre normalerweise deutlich höhere Drücke. 

Das Fahrgefühl ist unglaublich „geschmeidig“. 

Ich bin die ersten Rennen der Saison alle mit 32mm Challenge Grifo SS Semislicks gefahren. im Schnitt mit 3 Bar (habe ca. 80 Kilo). In Berlin bin ich dann mit 3 Bar auf den Pipistellos losgefahren und habe unterwegs immer wieder Luft rausgelassen, bis ich das Gefühl hatte es passt. Dies das hat mich etwas irritiert, aber der Reifen, „das Fahrgefühl“ sagte mir: „lasse Luft raus „.Ich glaube ich habe fünf bis sechs mal Luft raus gelassen. 

Noch 2 Wochen vor Berlin, als mich ein Rennfahrer nach Schlauchtreifen fragte sagte ich ihm: "muss man eigentlich nicht unbedingt haben, nimm leichte Laufräder und fahr schlauchlos, das ist genauso gut."

Elmar 

 

Fahrbericht Schwalbe CX Comp

Eine Ode an einen der günstigsten CX Reifen.

Montage: einfach, meist ohne Werkzeug; die Rotationsrichtung ist auf der Reifenflanke mit angegeben

Preis: € 12-15,-

Größen: Erhältlich in drei Breiten 30, 35, 40 mm; Real fällt er in allen Größen ca. 2 mm schmaler aus.

Gewicht: 30mm=468 Gramm, 35mm= 482Gramm, 40mm=600Gramm  (Gewichte gemittelt)

Pannenschutz: in Schulnoten ausgedrückt würde ich ihm eine 3 plus, oder zwei minus geben. Im letzten Jahr hatte ich in Verbindung mit Doc-Blue keinen Platten.

Haltbarkeit: noch nicht ein einziger Reifen musste von mir wegen grober Schnitte oder ähnlicher Schäden getauscht werden. Einmal hat ein Kunde einen Reifen reklamiert wegen Beulenbildung.

Laufleistung: ca 3500 Km pro Reifen, dann ist das diamantierte Profil heruntergefahren.

Sonstiges: auch als Reflexversion lieferbar.

Fahrbericht:

In den letzten 2 Saisons war der CX-Comp mein Standardreifen am Crossrad. Ich glaube, dass es kaum einen besseren Trainingreifen gibt. Er ist ein Top-Allrounder, der auch im Matsch eine gute Figur abgibt. Sinkt der Reifen tief genug ein, greifen die Schulterstollen und sorgen für guten Grip. Überbrückungsstücke auf Asphalt oder gar Rennradtouren lassen sich ebenfalls prima meistern, denn der Rollwiderstand ist auf Niveau vieler leichter Faltreifen.

Was fehlt ?

Eine leichte Faltversion mit geschmeidiger Karkasse und dadurch noch besserem Abollverhalten wäre ein Traum.

Der neue Conti Cross Speed kann vielleicht in die Fußstapfen des CX-Comp treten, muss sch erst in der Praxis bewähren. Zudem ist er etwas teurer.

Edit : der neue Sammy Slick könnte in seiner Faltversion ein würdiger Nachfolger werden.

 

Foto: Crossladen.de

Fahrbericht Vredestein Premiato

Nach ca. zwei Jahren und auf verschiedensten Bodenverhältnissen im Einsatz ist folgendes festzustellen:

  • Preislich liegt der im Mittelfeld
  • fällt relativ schmal aus
  • rollt auf Asphalt und harten Boden sehr gut
  • benötigt einen hohen Luftdruck - 4 Bar sollten es schon mindestens sein

Vredestein Premiato

Foto: Crossladen.de

Durch den hohen Luftdruck ist er auf Wurzelpassagen nicht besonders gut. Seine Schwächen hat er allerdings auch bei rutschigem tiefem Boden. Im Morast geht er gar nicht.

Immer im Vergleich zu anderen Reifen wie Conti, Michelin, Challenge etc. fällt auf: Die Montage ist sehr kraftaufwendig. Dafür springt er aber auch nicht von der Felge. In Sachen Pannensicherheit ist er aber sehr gut. Auch fährt er sich nicht so schnell ab, hält also lange. Hauptsächlich für Fahrten auf der Straße und ab und an mal durch's Schotterbett, Waldautobahnen etc. ist er zu empfehlen. Als Allrounder würde ich Ihn eher nicht bezeichnen. Der Rollwiderstand ist als niedrigg einzustufen. Schon wenns auf einer feuchten Wiese geht hat er deutlich Probleme in den Kurven. Kaufen würde ich Ihn mir nur für die Übergangszeit. Ein richtiger Querfeldeinreifen ist er meiner Meinung nicht, dafür hat er ein zu enges Einsatzgebiet. Für Leute die keine Rennen fahren, nicht weiter ins Gelände gehen, eine echte Alternative.

Erhältliche Größen: 30 und 34 mm

Reale Breite: ca 4mm schmaler als angegeben

Den Fahrbericht stellte uns Rabofrank zur Verfügung.

Probefahrt Challenge Grifo Faltreifen 32mm

Nachdem die erste Testfahrt mit dem Reifen mit einem abgerissenen und zerstörten Schaltwerk endete habe ich vergangenes Wochenende einen zweiten Anlauf genommen. Am Samstag ein bischen um Greifswald herum durch verschieden geartetes Gelände:

  • Asphalt
  • loser Sand (Strand)
  • relativ fester Sand (Strand)
  • Waldwege
  • tiefer Matsch

Seitenansicht Challenge Grifo

Die Strecke war dabei meist eben. Auf Asphalt läuft der Reifen sehr leicht und spricht auf Beschleunigen sehr gut an - und das obwohl durch die Verwendung eines Schwalbe SV17-Schlauches durchaus noch Optimierungsspielraum besteht. Er kann sich also durchaus mit dem Schwalbe RacingRalph auf der Straße messen und macht einen subjektiv besseren Eindruck.

Im losen Sand fährt er sich wie jeder Reifen seiner Breite. Man schafft es nur mit Kraft. Unterschiede zwischen verschiedenen Reifen merkt man nur durch die Breite, kaum durch Profil.

Auf feuchtem angespülten groben Sand fährt sich der Reifen auch gut, bei etwas tieferen Stellen hat das Profil mehr als genug Grip um es trotzdem durch zu schaffen.

Profil Challenge Grifo

Auf Waldwegen läuft er leicht und gleicht kleinere Unebenheiten aus. Die geschmeidige Karkasse macht aus einer Holperpiste fast schon eine gut asphaltierte Autobahn.

Im tiefen Matsch zeigt er allerdings leichte Schwächen im Vergleich zum Schwalbe CX Pro. Was aber auf die Breite des Reifens zurückzuführen ist. Er rutscht früher durch weil er breiter ist.

Am Sonntag gab es dann noch auf Rügen ordentlich Anstiege, teilweise mit feuchtem Laub bedeckt, teilweise schwerer Waldboden mit ziemlich vielen Wurzeln.

Hier hat die geschmeidige Karkasse wieder die Unterschiede zum z.B. RacingRalph gezeigt: deutlich bessere Bodenhaftung auch in schwerem Gelände und auch bergauf immer genug Bodenhaftung, die man dem relativ flachen Profil auf den ersten Blick gar nicht zugetraut hätte. Die seitlichen Noppen geben mehr als genug Halt in Kurven und erlauben dort hohe Geschwindigkeiten.

Lediglich nasses Bretter sollte man meiden, wie ich leidvoll erfahren musste.

Es ist also ein guter Allrounder - lediglich in tiefem Matsch hat er auf Grund seiner Breite leichte Nachteile.

Das zweite Problem mit dem Profil ist das geringe Rollgeräusch auf Asphalt. Im Vergleich zum RacingRalph schneidet der Challenge da eher schlecht bzw. leise ab.

Es ist schon mit dem SV17 ein Top-Reifen, der allerdings auch seinen Preis hat. Er ist im Moment nicht unter 45€ zu bekommen und liegt damit im Bereich von Schlauchreifen. Die Performance der Reifen ist dafür aber auch schon fast im Bereich von Schlauchreifen angekommen. Als nächstes werde ich sie mal mit Latex-Schläuchen ausstatten.

Bestellt habe ich die Reifen bei Crossladen.de.

Testbericht Continental Cyclocross Race

Drahtreifen, 35-622, Art.-Nr. 0100250

Herstellerangaben: 

  • Empf. Luftdruck: 4 bar, max. 6 bar
  • Gewicht: 400 g
  • Besonderheiten: 180 tpi, unterschiedliche Laufrichtung für Front und Rear
Testprotokoll:
  • Preis: 10,00 € – 19,95 € (Online Shops September 2009)
  • Testzeitraum: 05.08. bis 07.09.2009
  • Teststrecke: 360 km, davon 100km auf Asphalt
  • reale Gewichte: 417 / 420 g
  • Breite: 32,0 – 32,7mm (2,5bar)
Die Continental Cyclocross Race Drahtreifen wurden vom Crossladen zur Verfügung gestellt. Die Reifen wurden zusammengedreht in einem Karton versandt und waren sehr staubig. Ein Reifen war mit einer Banderole mit einer piktografischen Anleitung versehen.
Die Montage der Cyclocross Race auf 2007er MAVIC AKSIUM Felgen war problemlos. Die Profilausrichtung von Vorder- und Hinterrad sind gegenläufig. Die Reifen wurden bei einem Systemgewicht von ca. 90 kg anfänglich mit 2,5 bar und nach einer Pannenserie mit 3 bar Druck gefahren.
Die Reifen wurden im Wesentlichen am Niederrhein in der Ebene und auf den typischen Halden getestet.
Da es im Testzeitraum vor den Testfahrten nicht geregnet hat, konnte leider keine Bewertung der Reifen bei Nässe durchgeführt werden.
 
PRO
Die Cyclocross Race zeichnen sich besonders durch ihre gute Traktion und Spurhaltigkeit auf weichen und harten Waldböden, auf feinem Schotter, Wiesen und Asphalt aus. Selbst im tiefen Sand waren die Reifen gut fahrbar. Sie rollen sehr leicht und zeigen dabei trotzdem eine gute Dämpfung.
 
CONTRA
Der Pannenschutz ist nicht die Domäne der Cyclocross Race. Im Testzeitraum mussten drei Platten, verursacht durch Dornenspitzen, die die Lauffläche durchdrungen hatten, behoben werden. Nach dem dritten Platten wurde der Reifendruck auf 3 bar angehoben und es traten keine weiteren Pannen mehr auf.
Zum Testende wies der Vorderreifen so gut wie keine Gebrauchsspuren auf, wohingegen der Hinterreifen schon deutliche Abnutzungserscheinungen an den Kanten der mittleren Dreiecksnoppen zeigt.
 
FAZIT
Die Continental Cyclocross Race Drahtreifen in 35er Breite sind schnelle Trainingsreifen, die (zumindest im Trockenen) auf unterschiedlichsten Untergründen gute Traktion und Spurhaltigkeit bieten. Abstriche muss man beim Pannenschutz und bei der Haltbarkeit machen, was aber angesichts des niedrigen Preises zu verschmerzen ist.
vor dem Test nach dem Test

 

St. John für CX-Sport.de

Vittoria XN Pro Faltreifen

Das ich diesen Reifen gefahren bin, liegt zwar schon einige Tage zurück, ich schreibe aber trotzdem mal ein wenig über meine Erfahrungen mit dem Vittoria XN Pro-Cross-Reifen. Es ist ein Faltreifen mit Diamantprofil für gut befestigte Wege – Weldwege und Asphalt. Die 330g-Gewichtsangabe vom Hersteller stimmt auch im Mittel. Ein Reifen war 5g schwerer, der andere 3g leichter. Liegt also im Bereich der Fertigungs- und wahrscheinlich auch meiner Messtoleranzen.

Ich habe den Reifen den Sommer über an meinem Stevens über 2500km gefahren. Das Diamantprofil am Hinterradreifen war nach ca. 500km Asphalt/Waldweg-Gemisch (50:50) an der Lauffläche abgefahren. Vom Laufgefühl lief er nur unwesentlich schwerer als der Conti Grand Prix 4000.

Nach 2000km konnte man am Hinterradreifen schon das Schwarz der Karkassse durchschimmern sehen. Nach ca. 2500km waren die ersten Fäden sichtbar – danach habe ich ihn ausgetauscht. Der vordere Reifen zeigt leichte Gebrauchsspuren, das Diamantprofil ist an der Lauffläche aber noch deutlich erkennbar. Man kann also sicherlich auch mehr als die doppelte Laufleistung auf dem Vorderrad erzielen.

Den Reifen habe ich hauptsächlich auf Asphalt (75%) und gut festgefahrenen Feldwegen (25%) gefahren. Auf Asphalt war durchweg guter Straßenkontakt. Bei nassen Feldwegen oder schlecht befestigten Feldwegen hat der Reifen aufgrund des fehlenden Profils etwas zu wenig Traktion.

Der Vorderradreifen nach 2500km:

XN-Pro

XN-Pro

In der ganzen Zeit hatte ich zwei Platten. Beide Male waren es Scherben, die sich durch den Hinterreifen geschnitten hatten. Beim zweiten Plattfuss war das Schwarz der Karkasse schon deutlich zu sehen.

Schaltung

Alles was man braucht um die Kraft vom Bein vernünftig zum Laufrad zu bekommen.

Dura Ace STI 7900

Hier mal mein Testbericht der DA STI. Gesehen werden die „Neuen“ immer im Verhältnis zu den alten 7800. Gefahren bin ich sie seit Oktober 2008 bei allen Rennen und auch manchmal im Training.

So aber alles der Reihe nach:

Wir schreiben Anfang Oktober im Jahr 2008. Gefreut hab ich mich auf die Hebel wie ein kleiner Hund, denn sie waren neu, brandneu! Und alles was neu ist, ist aufregend, interessant.

Naja jetzt zum Wesentlichen:
Paket aufgemacht, ausgepackt und erster Eindruck: Umwerfend schön! Und leichter als seine Vorgänger: 368 Gramm pro Paar. Das Gewicht ist ohne Züge und Hüllen aber mit Schellen. Dann wurden sie erstmal begutachtet: Sauber verarbeitet, der Höcker ist kleiner und der Hebel ist bis zum Höcker ein bissel länger. Schön greifen lassen sie sich wenigstens. Nach einer Weile des Zuhauseaufdemschreibtischliegens kam ich auf die Idee, man könnte ja schon mal die Züge rein machen. Nicht die Original, die zwar schön flutschen aber nicht schwarz und auch nicht teflonbeschichtet sind, nein die Delta werden's.

Aber: Ein Blick in die Bedienungsanleitung lohnt, denn es nicht auf den ersten Blick ersichtlich wo die Züge hinkommen, zumindest für mich nicht... danach Deckel wieder drauf und festschrauben. Zwar etwas mühselig aber nach ein paar minütiger Überlegung bin ich zu der Erkenntnis gekommen, das das eigentlich ganz Sinnvoll ist, denn: Da kann weniger Dreck reinkommen und durch Wegfall des „Zugeinhängers“ müsste der Druckpunkt eigentlich besser werden. Schaun mer mal.... 
Nun ist der Schaltzug dran: So kommt der Schaltzug rein: Gummiüberzug nach hinten Klappen und an der Seite in das Loch rein. Ein klein wenig umständlich aber, na gut. Weniger Dreck kommt da bestimmt dran, als vorher beim 7800er.
Nun endlich geht’s ans montieren. Super easy, alles wie gewohnt. Allerdings habe ich bei beiden Lenkern mit denen ich sie ausprobiert habe (Syntace Racelite 2 Carbon, XLC Pro Alu) ein bisschen gebraucht bis ich die richtige Stellung für mich gefunden habe. Das liegt meiner Meinung einfach da dran, dass sie ein bisschen länger sind. Aber nach paar mal ausprobieren hab ich die perfekte Stellung gefunden.. 
Bei den Hüllen konnte ich keine Änderung um Vergleich zu den Alten feststellen.. Schade..
Nachdem die Hebel endlich auf dem Lenker waren, die Züge verlegt, gings dann ans schalten. 
Wie von Shimano gewohnt butterweich, aber knackiger als die Alten. Gefällt mir.
Aber was machst du Abends noch in der Werkstatt und neben dir ein neues Rad, denk ich mir. Also mal eine ausgedehnte Heimfahrt mit ein bisschen Berg rauf und runter.. Und siehe da: Druckpunkt der Mini V besser, ergonomisch sind sie auch, wenngleich nicht so wie die Alten,aber auch nicht viel schlechter. Schalten tuts auch in der Praxis tadellos. Auch hab ich mich gefragt ob das Carbon nicht ein bisschen glatt ist: Nein ist es nicht, aber immer schön warm selbst bei tiefster Kälte: Schön.

Haltbarkeit: 
Nach nun längerer Benutzung im Matsch, Schnee, Eis und Trockenem haben sie sich ohne jegliche Beanstandung gehalten. 

Robustheit:
Trotz ein paar Stürzen, einer auch recht heftig, regelmässigem Einsatz im Cross und auch mal einen Baum bzw. Nebenmann(beim Start) gestreift haben sie nichts als ein paar Kratzer abbekommen: Super! 

Fazit:
Für mich sind es die besten Hebel die ich je gefahren bin.

Bericht und Fotos: Crossandreas

FSA Energy Umwerfer

Nachdem ich mein Rad von einer Übersetzung vorn von 50/34 auf 46/34 umgerüstet hatte, bekam ich nach Umstellen das Problem, das ich beim Schalten immer wieder Kettenabwürfe hatte, sowohl nach innen als auch nach außen. Wenn ich dem Umwerfer weniger Spiel gegeben habe, dann hat er das Blatt nicht mehr wechseln können, vor allem das Hochschalten war dann unmöglich.
Ich fing schon an an mir zu zweifeln. Vielleicht lag es ja auch an dem 46er Stronglight Kettenblatt, aber Steighilfen waren dort genauso vorhanden, wie auch am 50er FSA Kettenblatt.
Nach einigem Gebastel hatte ich mich schon fast damit abgefunden, als ich den Tip bekam einen FSA-Umwerfer zu probieren. Die wären auf Komaktkurbeln und den damit zusammenhängenden Übersetzungen abgestimmt. Ich hatte ja bis dahin einen 105er Umwerfer in Verwendung. Also habe ich ein wenig gegoogled und ihn bei Bike-Components gefunden - insgesamt musste ich bei der Suche feststellen: Ebay ist bei dem FSA-Umwerfer wenig hilfreich und die wenigsten Onlineshops haben ihn im Programm. Es gibt zwei Versionen: den FSA Energy und den FSA C-16 Umwerfer. Ich habe mich für den Energy-Umwerfer entschieden.
Also bestellt und nach 3 Tagen war er da. Die Montage ging auch relativ flott von statten und es konnten die ersten Touren gefahren werden. Ein paar 1000km und etliche Schaltvorgänge später kann ich nun ein Fazit ziehen:
Er schaltet deutlich besser als der 105er Umwerfer. Kettenabwürfe hatte ich seitdem nur noch einen - danach habe ich noch einmal nachjustiert und es ist Ruhe. Er schafft es immer auf das große Blatt, ohne das man den Schalthebel vergewaltigen muss. Das liegt vermutlich an dem etwas kleineren Radius in dem die Leitbleche gebogen sind.
Auch wenn der Umwerfer mit 62 Euro nicht gerade günstig zu nennen ist, überzeugt er doch durch seine Funktion. An das nächste Rad mit Kompaktkurbel kommt wieder ein FSA Umwerfer.

FSA Energy Umwerfer

Die Kratzer auf dem Foto sind durch den Blitz auf der verchromten Oberfläche mehr zu sehen als in Natura. Man kann aber schon leichte Gebrauchsspuren erkennen, wenn man mit bloßem Auge etwas genauer hinschaut.

Test Busch & Müller Ixback Rücklicht

Für Crosser, die viel in der dunklen und nasskalten Jahreszeit unterwegs sind, ist gerade beim abendlichen Training nicht nur das Sehen sondern auch das Gesehenwerden wichtig. Daher haben wir die neue Ixback aus dem Hause Busch und Müller direkt nach dem Erscheinen bis heute einem Praxistest unterzogen:

In der Packung befinden sich die Lampe, Batterien, eine Bedienungsanleitung und eine Tüte mit verschiedenem Befestigungsmaterial. Das Einbringen der Batterien mittels einfachem Öffnen und Anbringen der Lampe mittels eines Gummis gelingt aber auch ohne Anleitung.

Die Lampe selbst, die Befestigung und auch die mehrsprachige Anleitung machen einen soliden Eindruck. Die Lampe am Rad sieht kompakt und neutral aus. Die Lampe wird mittels zweisekündigem Drücken eines versenkten kleinen Tasters gestartet, sinnvoll, das also nicht während der Fahrt zu machen. Damit gehört aber auch das versehentliche Einschalten, wenn man sie mal in der Tasche transportiert, der Vergangenheit an.

Die Leuchteinheit kann durch seitliches Ausrasten und Schieben schnell aus dem Halter genommen werden, was gut geht. In der Anleitung ist auch noch detailliert beschrieben, wie die Lampe mit Spezialschlüssel und -schraube aus dem Befestigungsmaterial diebstahlsicher fixiert werden könnte. Die Lampe hat neben dem Dauerlicht-Modus auch einen Senso-Modus, wobei die Lampe automatisch mittels Bewegungs- und Helligkeitssensor gestartet wird. Außerdem gibt es noch einen Blinkmodus.

Die Sichtbarkeit ist als sehr gut zu bezeichnen, im direkten Vergleich auf einigen Nightrides war sie eine der hellsten. Für die Ixback hatte ich mich besonders interessiert, weil eine besonders gute seitliche Sichtbarkeit beworben wurde. Meine derzeitige Trelock LS 610 mit recht guter halbseitlicher Sichtbarkeit wurde von der Ixback deutlich übertroffen, es war insbesondere ganz von der Seite sehr viel heller. Im Straßenverkehr ist das eine wichtige Sicherheitsverbesserung.

Die Testvorgabe lautete zusätzlich auch auf Cross-Tauglichkeit. Hier muss man ja ein gewisses Fragezeichen dranmachen, weil die Rückleuchten ja sowieso schnell zugeschlammt sind. Ich nutze die Rückleuchte vor allem in Hinblick auf Straßen bei uns im ländlichen Gebiet mit wenig Autoverkehr auf Überführungstrecken zwischen Geländestücken. Verdreckung und dann folgende Leuchtkraftminderung durch hochgespritzen Dreck, auch von der Straße, war normal wie bei anderen Lampen. 

Reinigungsfähigkeit: man sollte die Leuchte vor der Behandlung des Rads nach der Trainingseinheit mit Wasserstrahl kurz abmachen, was ja wirklich leicht geht. Nach einer ausgedehnten Dusche mit dem Gartenschlauch quittierte die Ixback den Dienst, was auf eingedrungene Feuchtigkeit und wohl auf einen Kriechstrom-Kurzschluss zurückzuführen war, denn über Nacht auf der Heizung getrocknet funktionierte sie wieder. Sie verhält sich damit aber wie fast alle elektrischen Geräte: Wasser mit Druck - Gartenschlauch oder Hochdruckreiniger - sind sie nicht gewachsen.

Einen kleinen  Nachteil hat die Lampe: es werden unübliche LR1 Batterien anstelle von AAA oder AA verwendet, leider hat z.B. mein Multi-Ladegerät dafür keine Aufnahme, es gibt jedoch entsprechende Adapter (€ 5,- bis 6,-). Die Leuchtdauer wird mit 25h im Dauerlichtmodus beschrieben, was in meinem Fall nicht über den Winter reichen dürfte. Die Leuchtleistung ist aber allgemein sehr gut und insbesondere die besonders gute seitliche Sichtbarkeit ist im verkehrsreicheren Gebiet in Bezug auf die Sicherheit ein sehr wichtiges Argument. Wäre auf einer Fahrt in die Stadt meine Rückleuchte der Wahl.

Fazit in kurz:
+ Helligkeit
+ Seitliche Sichtbarkeit
- Seltenes Batterieformat

Testbericht: Arno